Ortschaften

Casteldelci

Casteldelci liegt im letzten südwestlichen Zipfel der Provinz Rimini und zeichnet sich besonders durch die Schönheit seiner Natur aus, die als “grünes Meer” bezeichnet wird. Über allem erhebt sich der Monte Fumaiolo, auf dem der Tiber entspringt, und nicht weit davon auf dem Monte della Zucca auch der Marecchia, der sich von dort seinen Weg durch das Gras bahnt und sich dann in einen immer größeren Wasserlauf mit Steinen verwandelt, der dem Tal zustrebt. Wir sind hier mit bis zu 1355 Metern in der gebirgigsten Landschaft der ganzen Provinz, die sich durch eine besonders üppige und harmonische Natur auszeichnet. Deshalb ist diese Gegend auch das ideale Ziel für alle Liebhaber von Ausflügen in die Natur. Auf vielen Wegen und Saumpfaden kann man hier wandern, reiten oder mountainbiken und dabei die echte, wilde Apenninlandschaft mit ihren urzeitlichen Felsformationen bewundern. Casteldelci selbst hat nur 500 Einwohner. Seine Geschichte reicht weit bis in die Frühgeschichte zurück. Die ersten Urkunden, in denen Casteldelci erwähnt wird, tauchen im 12. Jh. auf und bezeichnen es als “Casale d’ilice” vom Lateinischen Castrum Illicis, wortlich “Festung bei den Steineichen”, doch Funde aus der Frühgeschichte lassen auf sehr viel ältere Ursprünge schließen. Bei Ausgrabungen hat man äußerst interessante Reste der römischen Kolonisierung gefunden: Siedlungen mit Bauernhöfen, Handwerksbetrieben und Begräbnisstätten. Dank der ganzjährig sprudelnden Wasserquellen war es also seit jener Zeit ununterbrochen besiedelt. Seine Blütezeit erlebte es jedoch im Mittelalter, dank seiner besonderen geographischen Position, die den Bau von befestigten Siedlungen begünstigte. Erwähnenswert in diesem Zusammenhang: die Signori della Faggiola, ein Adelsgeschlecht, dessen Namen auf die gleichnamigen Berge zurückgeht, auf denen ihre Burgen thronten, und letztendlich wohl auf die Buchen (“faggi”), die sie noch heute bedecken. Hier wurde 1250 der berühmte Heerführer Uguccione della Faggiola geboren, der hier Dante Alighieri beherbergt haben soll und zum Dank dafür, wie auch Boccaccio bestätigt, eine handschriftliche Kopie der “Hölle” (der Göttlichen Komödie) mit Widmung erhalten haben soll. Vor der Herrschaft von Uguccione und den anderen Herren della Faggiola, die ihre Macht hier bis zum 15. Jh. ausübten, gehörte Casteldelci zum Einflussbereich der Montefeltro und an sie kehrte es auch anschließend zurück. Bei einem Besuch dieser herrlichen Gegend und der schönen Altstadt von Casteldelci spürt man auch heute noch die Atmosphäre seiner glorreichen Vergangenheit.

Büro für Touristeninformation und Komitee der Tourismusvereinigungen Pro Loco 
via Roma 26/A Tel. +39  0541 925001 
[email protected]
www.lavalmarecchia.it/comune/casteldelci.html


zu besichtigen
Campo
Archäologisches Museum “Uguccione della Faggiola”
Borgo di Poggio Calanco
alte Brücke
Brücke der acht Märtyrer
Glockenturm

Broschüre online lesen


Oberfläche: 49,21


Bevölkerung: 407


wie kommt man dort hin:
Staatsstraße: SS 258 von Rimini
Autobahn: Rimini Sud Km 44
Bahnhof Rimini
Flughafen: Rimini - Miramare via Flaminia Tel. tel. 0541 379800
Bus Linie Rimini Novafeltria - START Romagna


Casteldelci
Municipio/Town hall - Piazza San Nicolò, 2

43.791577; 12.1550434

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Letzte Aktualisierung: 15/02/2017
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