Ortschaften

Maiolo

Vom Marecchia-Tal aus von weither sichtbar ist die Burgruine von Maioletto, die Neugierde und Faszination erregt.
Sie erhebt sich auf einem floßähnlichen Felsen, der sie vom Rest der darunter liegenden Lehmschichten trennt.
Das heutige Dorf ist hingegen nicht sichtbar, weil es in einem benachbarten Ort namens Serra liegt, das an Stelle des ursprünglichen Dorfs den Namen von dem gleichnamigen alten Kastell geerbt hat, das in einer Nacht des 18. Jh. durch einen furchtbaren Erdrutsch nach mehr als vierzig Stunden ununterbrochenen sintflutartigen Regenfällen zerstört wurde, die noch heute Geologen und Historiker faszinieren. Bis dahin war Maiolo ein lebendiges, blühendes Dorf gewesen, das von der mächtigen Burg überragt wurde, die ein strategisch wichtiger Punkt für das ganze Tal war. Auch sie wurde von der “Explosion des Pulverfasses“ zerstört. Dem Volksglauben zufolge war das Unglück eine göttliche Bestrafung dafür, dass man den “Engelstanz” (völlig nackt) praktiziert hatte.
Von dem alten Kastell ist gar nichts mehr übrig, während von der Burg noch zwei mehreckige Türme in die Lüfte ragen, zwischen denen eine Kurtine aus eleganten Steinformationen stehen geblieben ist. Von den Türmen aus eröffnen sich atemberaubende Ausblicke. Der erste Blick fällt unweigerlich auf San Leo und bestätigt die ursprüngliche Schutzrolle: Wenn man die Festung von San Leo belagern wollte, war die vorherige Einnahme von Maiolo unerlässlich. Deshalb erlitt es auch bei den ständigen blutigen Auseinandersetzungen zwischen den Montefeltro und den Malatesta dasselbe Schicksal wie dieses.
Die Geschichte verschonte es auch später nicht, als im Jahre 1737 die gesamten schriftlichen Aufzeichnungen zur Geschichte des Orts samt dem Gemeindearchiv in Flammen aufging. Was man bis heute jedoch zusammen mit den alten Bauernhäusern in der spektakulären Calanchi-Landschaft versucht hat zu erhalten, sind die Brotöfen zum Backen von Holzofenbrot. Und so ist Maiolo für sein Brot berühmt geworden, das aus hiesigem Getreide nach traditionellen Methoden hergestellt wird und zu dessen Ehren im Juni das Brotfest veranstaltet wird. Maiolo ist großzügig: es bietet uns eine Reise in seine tausendjährige Geschichte und faszinierende Natur, verführt uns durch seine Schönheit und durch seine spektakuläre Aussicht auf den Monte Fumaiolo und das Massiv der “Alpe della Luna” in Richtung Toskana, über den Monte Carpegna, die Stadt San Leo, die Türme und Burgen von San Marino auf dem Monte Titano bis hin zur Adria.  

Proloco
Handy 339 7141421
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zu besichtigen
Kirche San Giovanni Battista 
Kirche Sant'Apollinare
Kirche San Rocco 
Kirche Santa Maria di Antico 
die Brotbacköfen
Burg von Maioletto



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Oberfläche: 24,4


Bevölkerung: 848


wie kommt man dort hin
Staatsstraße: SS 258 da Rimini
Autobahn-Abfahrt Rimini Sud Km 55
Bahnhof Rimini
Flughafen Miramare di Rimini
Bus Linie Rimini Novafeltria - START Romagna


Kontaktdaten

Municipio/Town hall - Via Capoluogo, 2 - Telefon: (+39) 0541920012 - Fax: (+39) 0541922777 - [email protected] - http://www.comune.maiolo.rn.it
Maiolo
Municipio/Town hall - Via Capoluogo, 2

43.8750949484132; 12.311058130688458

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Letzte Aktualisierung: 13/06/2017
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