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      Montescudo

      Durch seine Lage in den ersten Hügeln des Conca-Tals an der Grenze zur Republik San Marino und dem Montefeltro-Gebiet kann man Montescudo mit einer herrlichen Aussichtsterrasse über die ganze Gegend vergleichen. Dank dieser strategisch entscheidenden Position machten die Malatesta einen wichtigen Vorposten zur Kontrolle des gesamten umliegenden Gebiets daraus. Die schöne Lage zog außer Besuchern auch immer schon neue Bewohner an. Der fruchtbare Boden zwischen dem Conca- und dem Marano-Tal hat im Laufe der Jahrhunderte Etrusker, Kelten und Römer angelockt, die unter Augustus hier eine Poststation einrichteten. Montescutulum wird bereits in dem Diplom (962) Kaiser Ottos I. an die Carpegna zitiert, doch mit der Festigung der Herrschaft der Malatesta wurde es für ihr Verteidigungssystem immer wichtiger, da es sich direkt an der Grenze zu den von den Montefeltro beherrschten Burgen wie dem benachbarten Sassofeltrio befand. Da sich die beiden Adelshäuser schon lange um diesen Vorposten stritten, wollte Sigismondo Pandolfo Malatesta ihn im Jahre 1460 zu einer robusten Burg als “Scudo” (Schutzschild) für Rimini ausbauen, wie eine Inschrift an der Südbastion bestätigt. Aus dieser Zeit stammt auch der massive Mauergürtel aus Stein mit schräg abfallenden Mauern, in denen ein außergewöhnlicher Fund gemacht wurde: eine Amphore mit 22 Medaillen, auf denen der Tempio Malatestiano von Rimini in seiner ursprünglich geplanten Form und das Profil von Sigismondo abgebildet sind. Ebenfalls aus dem 14. Jh. stammen die Fresken in der romanischen Kirche von Valliano, nur wenige Kilometer vom Ortszentrum entfernt, die der Schule des Ghirlandaio zugeschrieben werden. Durch seine enge Bindung an Rimini gehörte es im Laufe der Jahrhunderte wie dieses eine Zeitlang zur Republik Venedig, zum Kirchenstaat und zum Kaiserreich Napoleons, wie aus einer Inschrift am Eingang zum Stadttheater und aus den Farben der französischen Flagge in seinem Stadtwappen hervorgeht. Das Herz der Altstadt von Montescudo ist die Piazza del Comune mit ihrem Brunnen in der Mitte, ein Garten auf der Bastion, der einen herrlichen Ausblick über die gesamte Küste bietet, ein zylindrischer Eiskeller und der hohe Wachturm, der mit der Burg über unterirdische Gänge verbunden war. Ein echtes Schmuckstück inmitten der Natur ist das ländliche Kastell von Albereto mit seinen Befestigungsanlagen, das auf die Römer zurückgeht und dann aufgrund der ständigen Kämpfe zwischen den Malatesta und den Montefeltro von Sigismondo, dem Herrn von Rimini, ebenfalls umgebaut und verstärkt wurde. 

       


       

       

      Entfernung von:
      Rimini 18 Km 20 Min.
      Riccione 24 Km 30 Min
      Bellaria 32 Km 35 Min.
      Cattolica 24 Km 30 Min.
      Misano 25 Km 35 Min.
      Autobahn-Auffahrt: Rimini Sud 16 Km
      Rimini Bahnhof: 18 Km
      Flughafen (Rimini-Miramare): 18 Km

       
      Provinzstraßen:
      SP 41 
      SP 131 
      SP 18

      Bus Linie : START Romagna

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      Letzte Aktualisierung: 08/09/2016