Ortschaften

Poggio Torriana

Die neue Gemeinde Poggio Torriana existiert offiziell ab dem 1. Januar 2014 aufgrund des Zusammenschlusses zwischen
Poggio Berni und Torriana.

Poggio Berni. Die sanften Hügel von Poggio Berni mit ihren fruchtbaren Böden und faszinierenden Landschaften bieten bereits einen weitläufigen Panorama-Ausblick. Sie sind überzogen mit geschichtsträchtigen Gebäuden, von denen die einen eher Residenzen waren oder der Sommerfrische dienten und die anderen eher Arbeitsstätten zum Wohle der Gemeinschaft. Es handelt sich um vornehme “Palazzi” und Villen, die den mächtigen und reichen Adelsfamilien der Gegend gehörten und noch heute schön und eindrucksvoll anzusehen sind. Daneben gibt es die mehr mit dem Brauchtum und der traditionellen Kultur der lokalen Bevölkerung verbunden Gebäude, wie z.B. die Mühlen, deren perfekten Betrieb man noch heute bei einem Besuch bewundern kann. Neben der starken Konzentration dieser Gebäude macht das Vorhandensein von interessanten Übernachtungsmöglichkeiten einen Besuch und einen Aufenthalt höchst interessant. Auch aus geologischer Sicht hat dieser Ort mit seinen interessanten Fossilienlagern viel zu bieten, die sich entlang des Marecchia-Flusses befinden, wo der “Parco della Cava” (Kiesgruben-Park) angelegt wurde, in dem Tausende von Fundstücken zu sehen sind, insbesondere Versteinerungen von Meereswirbeltieren, die im Pliozän das Meer bevölkerten, das diese Gegend bedeckte. In der Ortsmitte erinnert ein von dem Dichter Tonino Guerra (der gegen das Vernachlässigen der Erinnerung der Orte ankämpft) entworfener Brunnen an einen der hier üblichen Fossilienfunde: einen Ammonit, eine tausendjährige Schnecke, die die Kindheit der Welt in sich trägt. Dieses seit dem Altertum besiedelte Gebiet gehörte zum Herrschaftsbereich der Malatesta, deren Präsenz bereits ab 1197 dokumentiert ist. Sie wussten die Produktivität und den Reichtum dieser Gegend zu nutzen. Der “Palazzo Marcosanti”, die antike “Tomba” (befestigte Residenz auf dem Land) von Poggio Berni, ist von der Straße aus, die von Santarcangelo in den Ortskern führt, gut sichtbar und eine der best erhaltenen kleinen Festungen der ganzen Signoria dei Malatesta: mit ihren schönen Mauern aus dem 14. Jh., als Poggio Berni noch Verwaltungszentrum des gesamten riesigen landwirtschaftlichen Gebiets war. 

Schutzpatron: San Giorgio, 23. April. 


zu besichtigen
 „Brunnen der Erinnerung“ von Tonino Guerra
Sapignoli-Mühle (Mühlenmuseum)
Palazzo Marcosanti
Palazzo Astolfi
Park "della Cava"
Kirche S. Andrea Apostolo (innen ein Altarbild mit der Jungfrau und den Heiligen Adrea, Giorgio, Rocco, Carlo Borromeo; 17. Jh.) 


 

Torriana. Früher hieß Torriana “Scorticata” und wurde unter diesem Name bereits in den Urkunden ab 1141 erwähnt. Wenn man diesen Namen auf Italienisch hört, kann man sich gleich die geologische Beschaffenheit dieses Orts vorstellen, an dem schon immer eine Burg emporragte (“scorticato“= abgeschürft, abgerieben). Das gleiche gilt für den Nachbarort Montebello (was allerdings nicht “schöner Berg“ heißt, wie man vielleicht vermuten könnte, sondern Kriegsberg vom lat. bellum=Krieg). Die beiden Orte liegen auf zwei der typischen Felsklippen des Marecchia-Tals, die vor Millionen von Jahren vom Tyrrhenischen Meer hierher gelangt und dem Flusslauf entlang hängen geblieben sind. Heute faszinieren sie uns durch ihre wilde Schönheit. Auch deshalb, weil im Mittelalter die erhöhte Position mit Vorliebe für das Errichten der uneinnehmbaren Burgen von Scorticata und Montebello genutzt wurde und in den darauf folgenden Jahrhunderten malerische Dörfchen, Festungen und Kastelle entstanden sind. Sie stammen aus der Blütezeit der Signoria der Malatesta und waren deshalb auch wiederholt in Schlachten und Kämpfe mit den Herren von Montefeltro verwickelt, bei denen es natürlich darum ging, sich den Besitz solch strategisch wichtiger Punkte für die Überwachung und Verteidigung des Herrschaftsgebiets zu sichern. In der Folge hatten diese beiden Ortschaften unterschiedliche Schicksale: Torriana, das ist der neue Name von “Scorticata” seit 1938, hat einen baulichen und institutionellen Wandel durchgemacht und ist Hauptort der Gemeinde geworden. Montebello blieb praktisch intakt und fasziniert uns noch heute mit seiner Geschichte und seinen mysteriösen Legenden. Die beiden Orte sind umgeben von einer interessanten und vielfältigen Naturlandschaft, die man zum Schutz in ein Wildschutzgebiet (“Oasi faunistica di Torriana e Montebello”) verwandelt hat, in dem ein Umweltstudien- und -forschungszentrum mit dem Namen “Osservatorio Naturalistico Valmarecchia” eingerichtet wurde. Die malatestianische Festung von Torriana aus dem 14. Jh., die anschließend an die Familia Borgia und an die Medici überging, hat im 20. Jh. viele Restaurierungen über sich ergehen lassen müssen. Doch erhalten bleibt die Geschichte, dass in seinen Kellergewölben Gianciotto Malatesta umgebracht worden sein soll, der zuvor traurige Berühmtheit wegen seines Mords an einem berühmten Liebespaar erlangt hatte: seiner Frau, der schönen Francesca da Rimini, und seinem Bruder Paolo. Das malerische Montebello, dessen Festungsdorf und tausendjährige Burg bestens erhalten sind, übt auch wegen seines kleinen Schlossgespenstes Azzurrina einen besonderen Reiz auf den Besucher aus. In das bewohnte mittelalterliche Dorf gelangt man über einen einzigen Zugang mit befestigtem Tor. Sobald man dieses Tor durchschritten hat, wird man von der angenehmen Atmosphäre dieses Ortes eingehüllt.

Schutzpatron: San Vicinio, 26. August.


 

zu besichtigen
Burg der Guidi di Bagno
"der Wasserbaum", Brunnen von Tonino Guerra
Weberei-Museum/Workshop "Filo di Penelope.... Filo del mondo” (Faden der Penelope…Faden der Welt)
Umweltstudienzentrm “Osservatorio Naturalistico Valmarecchia” in Montebello
Burg und Turm von Torriana 
Wallfahrtskirche “Santuario della Madonna di Saiano”


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Ufficio I.A.T. di Santarcangelo (Büro für Touristeninformation und Aufnahme)
via Cesare Battisti, 5
Tel. 0541 624270 Fax 0541 622570
[email protected]


 

Oberfläche: 35 Kmq


Bevölkerung: 5.155


Entfernung von:

Rimini 16 Km 20 Min.
Riccione 28 Km 35 Min
Bellaria 17 Km 25 Min.
Cattolica 36 Km 40 Min.
Misano 32 Km 40 Min.
Autobahn-Auffahrt: Rimini Nord 10 Km
Rimini Bahnhof: 8 Km
Flughafen (Rimini-Miramare): 24 Km

Provinzstraßen:
SP 14 Santarcangiolese und SP 14/Bis 
SP 13 Dello Stradone SP 73 Di Camerano 

Bahnhof im Umkreis von 10 km: Santarcangelo

Bus Linie: START Romagna

Kontaktdaten

via Roma, 19 loc. Torriana - Telefon: (+39) 0541 675220 - Fax: (+39) 0541 675671 - [email protected] - http://www.comune.poggiotorriana.rn.it/
Poggio Torriana
via Roma, 19 loc. Torriana

43.985158; 12.385617000000025

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Letzte Aktualisierung: 06/09/2017
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