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      Federico Fellini

      Rimini

      Federico Fellini ist einer der berühmtesten, beliebtesten und geschätztesten Filmemacher und Regisseure.
      Er wurde am 20. Januar 1920 in Rimini geboren und ist am 31. Oktober 1993 in Rom gestorben. Zuammen mit seiner Frau Giulietta Masina ist er auf dem Friedhof seiner Heimatstadt Rimini begraben. Geschmückt ist seine Grabstätte mit dem Bug eines großen Schiffs, gestaltet von dem Künstler Arnaldo Pomodoro, das in die Ewigkeit hinübergleitet. Fellini besuchte in Rimini einst das humanistische Gymnasium und verdiente sich zunächst etwas Kleingeld als Karikaturist dazu. Der Besitzer des Kinos Fulgor auf dem Corso d’Augusto, der Hauptstraße der Stadt, gab bei ihm Portraits und Bilder von Schauspielern in Auftrag, die er dann als Reklame aufhängte.
      Im Jahre 1937 gründete Fellini zusammen mit dem Maler Demos Bonini den Laden Febo, in dem er Karikaturen für die Sommergäste an der Adria anfertigte. Ein Jahr später begann er als Karikaturen- und Witzzeichner mit Zeitungen und Zeitschriften zusammenzuarbeiten und zog 1939 mit der Ausrede, er wolle Jura studieren, nach Rom um. Doch seit jeher liebte er es, die Welt des Kinofilms und des Radios zu frequentieren, und dort lernte er dann u.a. Aldo Fabrizi und Erminio Macario kennen und fing an, Drehbücher und Gags zu schreiben. Beim Radio lernte er dann 1943 Giulietta Masina kennen und im Oktober desselben Jahres heirateten die beiden. Er lebte weit von Rimini entfernt, aber nicht von seiner Erinnerung an diese Stadt, die eine außergewöhnliche Transposition im Film Amarcord (“Ich erinnere mich” in romagnolischem Dialekt) fand, einem seiner bekanntesten Filme, dessen Drehbuch er zusammen mit Tonino Guerra schrieb und seinen vierten Oscar damit gewann. Rimini ist allgegenwärtig in diesem Film. Alle Plätze, Straßen, Menschen und die Sprache dieser Menschen (der romagnolische Dialekt, wie er in Rimini gesprochen wird) finden sich darin wieder. Diese Orte kann man sich heute bei einem äußerst faszinierenden kulturellen und touristischen Stadtrundgang auf den Spuren von Fellini aus der Nähe ansehen. In der Altstadt der Augustusbogen, die Malatesta-Burg, das Kino “Fulgor”, die Piazza Cavour mit dem Denkmal des Papstes und der Zapfenbrunnen, die Bibliothek, in der sein Gymnasium untergebracht war.
      Und unten am Meer das prächtige Grand Hotel, der Hafen und der breite Strand, an dem sich die Menschen versammelten, um den luxuriösen Transatlantikdampfer Rex vorbeifahren zu sehen. Es gibt einen Ort, an dem man seine künstlerische Hinterlassenschaft besichtigen kann, von einem Haar bis zu seinen Schuhen, seine Bücher, seine Filmkostüme, vor allem aber seine Zeichnungen, die er praktisch immer und in jeder Situation angefertigt hat, beispielsweise auch wenn er im Restaurant saß und zum Rumkritzeln nur eine Serviette hatte. All diese Dinge sind im Fellini-Museum im Stadtzentrum zusammengetragen, in dem auch die Fellini-Stiftung untergebracht ist, deren Materialien und Werke in Form von Wanderausstellungen regelmäßig hier oder in anderen Teilen der Welt ausgestellt werden. Es handelt sich um Filme, Schriften und Zeichnungen des Regisseurs, Fotos von Filmszenen, Fotos und graphische Dokumente, Skizzen von Filmsets, Kostüme, Preise und vieles mehr.
      Seit 2006 wird dort auch die berühmte Hinterlassenschaft von Fellini, das sog. Buch der Träume, aufbewahrt, das praktisch aus der über zwanzigjährigen Aufzeichnung (mit Bildern und Skizzen) seiner nächtlichen Traumerlebnisse besteht.

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      Letzte Aktualisierung: 10/02/2016