Fügen Sie Ihre Favoriten zu Ihrem persönlichen Rundgang hinzu
    Fügen Sie Ihre Favoriten zu Ihrem persönlichen Rundgang hinzu

      Die Montefeltro

      Stammvater der Adelsfamilie war der Graf Antonio da Montefeltro, der aus der Dynastie der Carpegna stammte.

      Diese legendäre Persönlichkeit nahm den Namen an, weil er auf eine hoch angesehene Herkunft verwies. Als Montefeltro wurde die Gegend um San Leo bezeichnet, der Mons Feretrus, der zu Ehren des dort befindlichen Jupiter Feretrius-Tempels so genannt wurde.

      Anschließend festigte sein Sohn Montefeltrano den Namen und das Ansehen des Adelsgeschlechts und machte es zu einem der mächtigsten in der Region. Auch als sie Grafen von Urbino wurden, lebten sie in San Leo; so wurde Guido I. da Montefeltro, auch der Alte genannt, in San Leo geboren.

      1443 ernannte Papst Eugen IV. Oddantino II. da Montefeltro, den Vater von Federico, zum ersten Herzog von Urbino, das Landeshauptstadt wurde. Dass Urbino zu einem der wichtigsten Zentren der italienischen Renaissance werden sollte, war das Werk von Federico, der die großen Dichter und Künstler der Epoche um sich scharte, von Piero della Francesca bis zu Luciano Laurana und Francesco di Giorgio Martini, die den herrlichen Palazzo Ducale (Herzogspalast) erbauten.

      Als 1523 Pesaro Hauptstadt wurde, verlor Urbino nach und nach an Bedeutung.

      Federico da Montefeltro

      Federico III. war der uneheliche Sohn von Guidantonio da Montefeltro, Herr von Urbino, Gubbio und Casteldurante, und Graf von Spoleto, wie sich der Bulle von Papst Martin V., der ihn mit einer Gesellschaftsdame seiner unfruchtbaren Gattin gezeugt hatte, entnehmen lässt.

      Es gelang ihm Herzog zu werden, als sein Halbbruder bei einer Palastverschwörung ermordet wurde. Das Herzogtum Urbino war eine staatliche Einheit feudalen Ursprungs und durch Lehensbeziehungen an den Kirchenstaat gebunden. Es umfasste die nördlichen Landesteile von Umbrien und den Marken und war aus der Umwandlung der zweihundert Jahre zuvor geschaffenen Grafschaft Urbino hervorgegangen.

      Seine Macht war groß und gefestigt, und Federico war durchsetzungsfähig und geschickt genug, diese durch seine politische Taktik weiter zu stärken. Nach zwanzig Jahren andauernder bewaffneter Auseinandersetzungen mit Sigismondo, die immer wieder zu blutigen Kämpfen unter Anwendung aller Tricks geführt hatten, beschloss er 1463 mit Zustimmung von Papst Pius II., der Signoria der Malatesta ein Ende zu setzen, und es gelang ihm, seinen Gegenspieler endgültig zu besiegen. Rimini, das dank des Mäzenatentums seines Anführers zu großer Pracht erblüht war, musste hilflos mit ansehen, wie Urbino unter Federico seinen Weg zu Glanz und Ruhm fortsetzte.

      Der Aufstieg Federicos gipfelte in seiner Ernennung zum Oberbefehlshaber der Truppen der Lega Italica und zum obersten Heeresführer des Königs von Neapel, des Herzogs von Mailand und des Papstes. Bei diesen vielen Aufgaben konnte er seine Fähigkeiten als umsichtiger Diplomat und gewiefter Taktiker voll einsetzen, indem er bei jeder anstehenden Entscheidung zunächst die möglichen Folgen überprüfte, um so das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. 

      (Genommen von Malatesta & Montefeltro, auf Entdeckungsreise in den Hügeln der Provinz Rimini, Auflage Assessorat für Tourismus Provinz Rimini)

      Feedbackformular

      Wir sind an Ihrer Meinung interessiert!
      Gefällt Ihnen diese Seite? Haben Sie einen Fehler gefunden? Bitte geben Sie Ihre Kommentare in das Formular ein.
      Letzte Aktualisierung: 10/02/2016