Reiserouten und Besichtigungen

Malatesta & Montefeltro

Die große Kunst

Von der vorrömischen und römischen Pracht über die Anfänge der Renaissance bis zur zeitgenössischen Kunst.

Seit der Antike zog das Rimineser Gebiet berühmte Persönlichkeiten wie Dante und den Hl. Franz von Assisi an. Noch heute sind die Spuren davon deutlich sichtbar. Es sei uns erlaubt hier von großer Kunst zu reden, denn angefangen bei den wunderschönen Fundstücken aus der Eisenzeit (etruskisch-villanovianische Epoche), die im Museum von Verucchio zur Schau gestellt werden, bis zu den Schätzen aus der Römerzeit, wie die herrlichen Mosaiken im Domus des Chirurgen, sind uns aus allen Jahrhunderten herrliche Vermächtnisse geblieben, die wir uns heute immer noch ansehen dürfen. Zu diesen zählen auch die Meisterwerke der sog. Rimineser Schule des 14. Jh., die hier im Anschluss an Giottos Aufenthalt und künstlerisches Schaffen entstand. Er schuf hier um 1303 einen Freskenzyklus in der Franziskanerkirche von Rimini, der leider verloren gegangen ist, sowie ein wertvolles Holzkruzifix, das noch erhalten ist. Seine Schüler haben damals viel von ihm gelernt und ihren Fertigkeiten dann in Form von Holzkruzifixen, Altartafeln (Polyptychon) und Gemälden Ausdruck verliehen, die heute alle in den großen Museen der Welt, aber auch in Rimini aufbewahrt werden. Hier kann man das Stadtmuseum oder aber die Kirche Sant’Agostino mit ihren schönen Fresken besuchen, in denen die besten Beispiele dieser Schule zu bewundern sind. Auch in anderen Orten der Provinz gibt es einzelne Beispiele.

Das erste sakrale Gebäude der Renaissance befindet sich ebenfalls in Rimini. Die Rede ist von dem sog. Tempio Malatestiano (Malatesta-Tempel), heute die Kathedrale von Rimini, in der ein außergewöhnliches Fresko von Piero della Francesca erhalten ist: Sigismondo (Malatesta) kniend vor dem Hl. Sigismund. Auch das 17. und 18. Jh. haben uns Werke von unschätzbarem Wert hinterlassen, wie etwa die Gemälde des großen Guido Cagnacci und die eindrucksvollen barocken Kollegiatskirchen, wie die in Santarcangelo, Verucchio, Sant’Agata Feltria und Saludecio.

Die große Kunst setzt sich auch in der Moderne und zeitgenössischen Epoche weiter fort. Der Ort Morciano di Romagna, in dem 1926 der Bildhauer Arnaldo Pomodoro geboren wurde, darf eines seiner Werke sein eigen nennen, das dem Futuristen Umberto Boccioni gewidmet ist, dessen Eltern ebenfalls aus dieser Stadt stammten. Und das Marecchia-Tal hat sich Tonino Guerra zum Leben und für sein künstlerisches Schaffen ausgesucht und insbesondere in Santarcangelo und Pennabilli Spuren seiner Kunst in Form von verstreuten Museen, den sog. Orten der Seele hinterlassen: Brunnen, Parks, Gärten, Installationen, in denen sein expressiver Stil und seine Poesie zum Ausdruck kommen. In Pennabilli befindet sich auch „sein“ Museum Die Welt des Tonino Guerra.

Und in Talamello, aus dem der weltberühmte, zeitgenössische Maler Ferdinando Gualtieri stammt, hat er selbst eine eindrucksvolle Sammlung seiner Werke im Museo-Pinacoteca Gualtieri hinterlassen.

In Rimini kann der interessierte Besucher die Zeichnungen von Federico Fellini in seinem gleichnamigen Museum bewundern. Und in Riccione findet sich eine interessante Ausstellung mit den Werken zeitgenössischer Künstler wie Burri, Maceo, Bay, Sughi und anderen in der eleganten Villa Franceschi.

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Letzte Aktualisierung: 11/02/2016
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