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      Sehenswürdigkeiten in Verucchio

      Verucchio

      Malatesta-Burg, 11.-16. Jh.
      Sie wird wegen ihrer Lage auf der Spitze eines Felsens auch Felsenburg genannt und dominiert die ganze Landschaft, das Flusstal und die Ebenebis zur Adria. Seit dem 12. Jh. ist sie in Besitz der Malatesta und ihre ältesten Spuren sind in den Kellergewölben noch sichtbar. Hier wurde Malatesta da Verucchio, der sog. Hundertjährige, geboren, den Dante in seiner Versen über die Hölle in seiner Göttlichen Komödie als Mastin Vecchio, alten Blutshund, erwähnt. Er war Heerführer und Eroberer von ganzen Landstrichen und Städten und anschließend geschätzter Statthalter von Rimini, von wo aus die Signoria der Malatesta ab 1295 ihre Macht weiter auszubauen begann. Verucchio blieb jedoch weiterhin strategisch wichtig und ein Bollwerk gegen die gegnerische Signoria der Montefeltro. Auch aus diesem Grund wurde die Burg 1449 vom bedeutendsten Vertreter der Malatesta-Familie, Sigismondo Pandolfo, weiter ausgebaut. Eine Besichtigung der gesamten Burg ist möglich. Heute finden hier viele Tagungen, kulturelle Veranstaltungen, Aufführungen und Ausstellungen statt.

      Passerello-Burg
      Sie war einst die zweite Burg der Malatesta. Auf ihren Resten wurdeim 17. Jh. das Frauenkloster der in Klausur lebenden Nonnen von Santa Chiara erbaut mit der gleichnamigen Barockkirche, die besichtigt werden kann. Daneben wurde mit dem ursprünglichen Material das 1449 von Sigismondo erbaute gleichnamige Eingangstor wieder aufgebaut. Nach Durchschreiten des Tors gelangt man auf den offenen Platz Pian del Monte, einst Ort villanovianischer Ansiedelungen und heute nach Voranmeldung zu besichtigen.

      Mauer des Burggrabens
      Diese eindrucksvolle Stadtmauer wurde erst kürzlich restauriert und ermöglicht eine präzise Vorstellung von der Imponenz der Verteidigungsbauten aus malatestianischer Zeit. Der Ausblick von dort eröffnet überraschende Horizonte.

      Archäologisches Stadtmuseum
      Das Museum befindet sich im mittelalterlichen Augustinerkloster, dessen Gründung auf das 14. Jh. zurückgeht und an das sich die Kirche S. Agostino anschließt. Aufgrund der Seltenheit, der herausragenden Schönheitund der Menge seiner Ausstellungsstücke, die bei den Ausgrabungen in den vor Ortgefundenen Nekropolen aus der frühen Eisenzeit entdeckt wurden, hat das Museum internationales Niveau. Die Funde aus den Grabstätten stammen alle aus dem 11. bis7. Jh. v. Chr. und bestehen u.a. aus raffinierten Bestattungsurnen und Grabbeigaben wie kostbarem Gold- und Bernsteinschmuck sowie anderen sowohl vom Stil als auch vom Erhaltungszustand her einzigartigen Objekten und Einrichtungsgegenständen. Es handelt sich um Waffen, Helme, Spangen, Grabbeigaben aus Keramik,Gebrauchsgegenständen aus Holz, Pflanzenfasern, Kleidungsstücken aus gefärbter Wolle und Baumwolle sowie Essen als Opfergabe.

      Kollegiatskirche, 19. Jh.
      Die Kirche wurde von dem Architekten Antonio Tondini entworfen und enthält verschiedene wertvolle Kunstwerke: Holzkruzifix (aus der erstenHälfte des 14. Jh.) von einem unbekannten Künstler, der der Rimineser Schule des 14.Jh. angehörte; Holzkruzifix auf geformtem Holz mit Malereien des Künstlers Nicolò di Pietro aus dem Jahre 1404. Gemälde des Centino (Francesco Nagli) aus der Mitte des17. Jh. mit dem Titel Der Hl. Martin, der seinen Mantel dem Armen schenkt.

      Franziskanerkloster, 13. Jh.
      Das Kloster befindet sich in Villa Verucchio. In seiner Kirche gibt es ein bemerkenswertes Fresko der Kreuzigungsszene, ein Meisterwerkder Rimineser Schule des 14. Jh. , zu deren Künstler auch der sog. Meister vonVerucchio zählt. Draußen ein wirklich sehenswertes Baum-Monument: die älteste Zypresse Europas, die zirka 23 Meter hoch ist und der Legende nach vom Hl. Franzgepflanzt wurde, als er sich in dieser Gegend aufhielt.

      Romanische “Pieve” (Volkskirche) zu Ehren des Hl. Martin, 10. Jh.
      Die wunderschöne romanische Pieve, die an einem wirklich zauberhaften Ort umgebenvon hundertjährigen Olivenbäumen und am Fuße des Felsvorsprungs liegt, auf demsich die Altstadt erhebt, erreicht man über die Straße, die hinunter ins Tal nach Villa Verucchio führt. Sie ist ein Beispiel des meisterhaften und strengen romanischgotischen Architekturstils und befindet sich an der alten Römerstraße Iter Tiberinum,die von Rimini nach Arezzo führte.

      Von Malatesta & Montefeltro: auf Entdeckungsreise in den Hügeln der Provinz Rimini 

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      Letzte Aktualisierung: 16/03/2017