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      - Piadina romagnola (Das Fladenbrot der Romagna)

      Rimini


      Piada, pie, pjida, pièda, pji, pida: Das sind die verschiedenen Dialektbezeichnungen für das Fladenbrot der Romagna. Eine super-leckere und gleichzeitig ganz einfache Spezialität:
      Doch reden wir vom Teig, wie man die Piadina backt und wie man sie isst.
      Die Piadina ist die klassischste Spezialität der Romagna, die sowohl am Meer als auch in den Hügeln verbreitet ist und zwar über ein Gebiet, das von den Orten am historischen Verlauf des Flusses Sillaro im Süden der Provinz Bologna bis nach Ravenna reicht und dann von Rimini über Forlì und Cesena bis in ein Gebiet, das zur angrenzenden Region Marken gehört. Ursprünglich war es ein typisches Armenessen, das vor allem billig war und insbesondere von der Landbevölkerung aus einem einfachen Teig ohne Hefe zubereitet wurde, der nur aus Mehl, Schmalz, Salz und Wasser besteht. Je nach den verschiedenen Traditionen gibt es bei den Rezepten leichte Abwandlungen, was die Zutaten betrifft. Manche geben Milch dazu, manche Olivenöl oder Natron (Bikarbonat), um den Teig knuspriger oder weicher zu machen. Doch das Ergebnis ist bei allen gleich: einfach lecker!
      In Zeiten von Elend und Armut sorgte die Piadina für ein größeres Sättigungsgefühl und war damit eine echte Alternative zu Brot, das nur einmal pro Woche gebacken wurde. Die Präsenz der Piadina auf den Tischen der Romagna reicht weit in die Vergangenheit zurück. Allerdings stand die Piadina Mitte des letzten Jahrhunderts kurz davor, zusammen mit der bäuerlichen Kultur in Vergessenheit zu geraten.
      Glücklicherweise konnte die Katastrophe dank der Weitsicht vieler Restaurant- und Gastronomiebesitzer vermieden werden, die sie zum Symbol der Tradition erhoben und den Touristen anboten, die damals anfingen, in großen Massen an unsere Küsten und in unser schönes Hinterland in den Urlaub zu kommen: So ist die Piada ist zu einem gastronomischen Symbol der Gastfreundschaft der Romagna geworden.

      Heutzutage ist sie sogar durch das Gütezeichen “I.G.P.” (Indicazione Geografica Protetta= geschützte geographische Angabe) – Verordnung (EG) Nr. 510/2006 geschützt, die im Art. 2 zum Herstellungsverfahren Folgendes vorschreibt: “Die ‘Piadina Romagnola’ ist ein typisches lokales Produkt auf der Basis von Weizenmehl vom Typ "00" oder "0" unter Zugabe von Wasser, Fett, Salz und einigen anderen optionalen Zutaten. Sie wird durch Mischen der o. a. Zutaten zubereitet, bis ein homogener Teig entsteht …”

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      Letzte Aktualisierung: 08/02/2017