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      Sehenswürdigkeiten in San Leo

      San Leo

      Die Festung von Francesco di Giorgio Martini
      So genannt zu Ehren des aus Sienastammenden Lieblingsarchitekten von Federico da Montefeltro, der 1479 auf dessen Wunsch die Struktur des mittelalterlichen Burgfrieds ganz neu entwarf. Heute ist die Burg ein Museum und ein wichtiges Zeugnis der damaligen Militärarchitektur. Ab der 2. Hälfte des 14. Jh. wurde sie von den Malatesta eingenommen, die sich mitder Dynastie der Montefeltro abwechselten. 1502 wurde die Festung von Cesare Borgia, il Valentino genannt, erobert, aber bereits nach 1 Jahr kehrte sie in dieHände der Montefeltro zurück und ging 1527 in den Besitz des Adelsgeschlechts der Della Rovere über. Nachdem sie 1631 an den Kirchenstaat überging, wurde sie in ein Gefängnis verwandelt, in dem zahlreiche Patrioten der Risorgimento-Bewegung eingekerkert waren. Der berühmteste Gefangene war Graf Cagliostro.

      Kathedrale des Hl. Leo, 9.-12. Jh.
      Fest verankert mit dem Felsen, auf dem sie errichtetist, ragt sie an einem Ort auf, der früher einer Gottheit der Vorgeschichte geweiht war. Sie stellt das schönste erhaltene Beispiel mittelalterlicher Architektur im ganzen Montefeltro-Gebiet dar und ist eines der wichtigsten Zeugnisses der romanischen Architektur in ganz Mittelitalien. Erbaut 1173, schließt sie die Reste des hochmittelalterlichen Doms aus dem 7. Jh. mit ein. Damals, als das antike Montefeltro, das als civitas errichtet worden war, in San Leo umbenannt und zum Sitz der neuen Diözese wurde. Sie ist nach Osten ausgerichtet und hat einen seitlichen Eingang, der überragt wird mit in Stein gehauenen Büsten von San Leo und dem Valentino, die noch aus der älteren Kirche stammen. In der Krypta war der Sarkophag mit den Überresten des Hl. Leo untergebracht, von dem nur der Deckel mit einer Inschrift aus dem 6. Jh. erhalten ist.

      Präromanische Pieve (Volkskirche), die der “Vergine Assunta” geweihtist, 11. Jh.
      Die Pieve ist das älteste religiöse Gebäude des gesamten Montefeltro-Gebiets und stellt das früheste Zeugnis der Christianisierung in dieser Gegend dar. Der Begriff Pieve oder Volkskirche bezieht sich auf die Gemeinschaft auf diesem Felsmassiv, die der Hl. Leo zwischen dem 3. und 4. Jh. n. Chr. evangelisierte. Traditionsgemäß war es der Heilige selbst, der die erste Kirche erbauen ließ. Diehoch über dem steil abfallenden Felsen aufragende Fassade ist gen Osten gerichtetund in die Kirche gelangt man durch zwei Portale in den seitlichen Mauern, die beide von einer Blendloggia überragt werden, in der sich dunkle und helle Steine ganzim Stile der byzantinisch-ravennatischen Kunst abwechseln. Die Säulen stammen ebenso wie die Kapitelle aus der Römerzeit oder der Spätantike und wurden einfach wiederverwendet. Wunderschön das schneeweiße Ziborium (eine Art Baldachin) über dem Altar mit reich verzierten Kapitellen aus dem Jahre 881-882.

      Glockenturm, 12. Jh.
      Dieser massive, eindrucksvolle Turm ist aufgrund seiner unwegsamen Position am weitesten ab vom Schuss und wurde daher im Laufe derJahrhunderte häufig vom Bischof und den Kanonikern als Zufluchtsort gewählt.

      Palazzo Della Rovere, 17. Jh.
      Dieser Palazzo, in dem heute das Rathaus untergebracht ist, geht auf das Adelsgeschlecht der Della Rovere (Nachfolger der Montefeltro) zurück. Seine herrschaftliche Fassade ist verziert mit in Sandstein gemeißelten Motivenund wird von einem soliden Eingangstor mit Bossenwerk dominiert. Seine Fenster werden überragt von Frontispizen im manieristischen Stil der Toskana.

      Museum der sakralen Kunst, 16. Jh.
      Dieses Museum befindet sich im Palazzo Mediceo. Auf der Fassade ist das Wappen mit Lilie der Stadt Florenz und das Wappen von Papst Julius II. della Rovere erkennbar. Hier werden Exponate der sakralen Kunstvom 8.- 18. Jh. ausgestellt, u.a. die Madonna della Mela (Apfelmadonna) von Catarino di Marco aus Venedig (14. Jh.) und die Madonna mit Kind von Frosino (1487-1493).Palazzo Nardini, 14. Jh. In diesem Gebäude fand am 8. Mai 1213 das Treffen zwischen dem Grafen von Chiusi und dem Hl. Franz von Assisi statt, dessen Worte den Grafenso beeindruckten, dass er ihm den Berg della Verna schenkte.

      Montemaggio - Kloster der “Frati Minori“ und Kirche von Sant’AntonioAbate, 16. Jh.
      Kloster mit angeschlossener Kirche im prunkvollen Barockstil, das um zwei Kreuzgänge herum organisiert ist. Eine Zisterne, ein achteckiger Brunnen und ein eindrucksvoller Eiskeller bereichern diesen mystischen Ort.

      Franziskaner-Kloster San Igne, 13. Jh.
      Seine Gründung wird dem Hl. Franz zugeschrieben, ebenso wie die ursprüngliche Bezeichnung des Klosters, die auf die wundersame Erscheinung des heiligen Feuers zurückgeht, das ihm den Weg gewiesen haben soll, als er sich verirrt hatte. In der 1244 geweihten Kirche wird eine Stück des Stammes der Ulme aufbewahrt, unter der der Heilige gepredigt haben soll.

      Kastell von Pietracuta
      Die Burgruinen thronen hoch oben auf der spitzen Steinnadel, die dem Ort seinen Namen gab: Pietracuta, im Dialekt Pietragùdola. Einst im Besitz der Carpegna, dann der Malatesta und später der Montefeltro, die die Burg von Francesco di Giorgio Martini umbauen ließen. Hier wohnte 1462 Herzog Federico mit seiner Gemahlin Battista Sforza. Eine Zeitlang ging sie sogar in Sanmarinesische Hände über, kehrte dann aber zu San Leo zurück. Nicht weit entfernt: das Kloster San Domenico mit angrenzender Kirche, beide auf Anweisung von Giovanni Sinibaldi erbaut.

      Von Malatesta & Montefeltro: auf Entdeckungsreise in den Hügeln der Provinz Rimini 

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      Letzte Aktualisierung: 16/03/2017